Vortrags-Veranstaltung

Bindung und Urvertrauen

Bindung

Termin: 26. Oktober 2017, 18.30 Uhr
Ref.: Y. Telzerow-Gernhardt
Ort: Teestube Lüchow, Königsberger Str. 5

Kindern liebevoll den Weg ins Leben zeigen - das ist wohl ein ureigenster Eltern-Wunsch.

Warum gestaltet sich dieser Weg manchmal einfacher, manchmal schwieriger?

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Ansprechpartnerin "Vorträge"

Yvonne Telzerow-Gernhardt
Dorfstrasse 23
29491 Prezelle
Tel.05848 - 609

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Reale und emotionale Vaterlosigkeit als Kriegsfolge

sabine bodeTermin: 17. September 2013, 19.00 Uhr
Referent: Sabine Bode
Moderation: Susanne v. Imhoff
Ort: Gildehaus, Tannenbergstr.1, Lüchow

Wegen des großen Interesses am Thema kommt Sabine Bode, Autorin der „Vergessenen Generation" zum zweiten Mal auf Einladung der "wendlandbruecke e.V. " zu einer Lesung mit Vortrag /Diskussion nach Lüchow.

Vaterlosigkeit war bei den Angehörigen der Kriegskindergeneration ein Massenschicksal. 16 Prozent wurden Halbwaisen und 40 Prozent hatten bis in ihre Jugend hinein nur ihre Mutter. Ganz zu schweigen von der „emotionalen Vaterlosigkeit", wie es der Psychotherapeut Peter Heinl nannte, wenn er von Kindern sprach, die ihre Väter nach dem Krieg als schwach und gebrochen erlebten und nie eine tiefe, lebendige Beziehung zu ihnen entwickelten. Davon waren häufig auch noch die fünfziger Jahrgänge betroffen, wenn ihre Eltern das Vertrauen ins Leben und den Glauben an sich selbst verloren hatten. Traumatisierte Eltern konnten ihren Kindern nicht den Rücken stärken. In solchen Familie wurde nicht Kraft an die Nachkommen weitergegeben, sondern Angst und Misstrauen!

Sabine Bode geht in ihrem Buch "Nachkriegskinder: Die 1950er Jahrgänge und ihre Soldatenväter "
den Fragen nach, die viele Nachkriegskinder umtreiben:

  • Wer war mein Vater eigentlich – und solange ich das nicht weiß: Wer bin ich?
  • Was habe ich von ihm »geerbt«?
  • Was steckte hinter dem Schweigen meines Vaters?
  • War er Täter oder Opfer oder beides?
  • In welchem Umfang hat er von der NS-Zeit profitiert?
  • Wie hat Vaters Krieg unser Familienleben geprägt?
  • Welche Rollen mussten wir als Kinder übernehmen, um seine Abwesenheit auszugleichen?
  • Welche nachhaltigen Konflikte haben sich daraus für bestehende und künftige familiäre Beziehungen ergeben?
  • Wie hätte ich mich als Frau/als Mann ohne einen Kriegsvater entwickelt?

In Deutschland wachsen heute 2,2 Millionen Kinder bei nur einem Elternteil auf, der Großteil bei allein erziehenden Müttern. Mehr noch: Ein Kind kann hier zu Lande leicht zehn oder elf Jahre alt werden, bevor es zum ersten Mal auf eine männliche Bezugsperson stößt. Vor allem Jungen fällt es schwer, in der weiblich dominierten Umgebung zurechtzukommen. Ist das ein "soziales Erbe"? Diese und mehr spannende Fragen werden sicher zur Sprache kommen.

Die Moderation wird wieder Frau von Imhoff (Psychosozialtherapeutin und Supervisorin) übernehmen.

Eintritt: 7 € (bzw. Ermessensbeitrag für Menschen mit geringem Einkommen)

Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch die Kooperation mit der Alten Jeetzelbuchhandlung und die Unterstützung des Gildehauses.

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