Vortrags-Veranstaltung

Bindung und Urvertrauen

Bindung

Termin: 26. Oktober 2017, 18.30 Uhr
Ref.: Y. Telzerow-Gernhardt
Ort: Teestube Lüchow, Königsberger Str. 5

Kindern liebevoll den Weg ins Leben zeigen - das ist wohl ein ureigenster Eltern-Wunsch.

Warum gestaltet sich dieser Weg manchmal einfacher, manchmal schwieriger?

Weiterlesen ...

Ansprechpartnerin "Vorträge"

Yvonne Telzerow-Gernhardt
Dorfstrasse 23
29491 Prezelle
Tel.05848 - 609

Kontaktformular

Ihr Weg zu uns

von Adresse: zu:

Referent Jörg Böckem

Termin: 26. März 2009
Referent: Jörg Böckem
Ort: Foyer des Kreishauses Lüchow

Jörg Böckem schreibt seit den 90ern für die renomiertesten Zeitungen („Spiegel“, „Zeit“, „Süddeutsche Zeitung“) und führte bis 2004 ein Doppelleben als Journalist und Junkie.

Böckem wächst in einer nordrhein-westfälischen Kleinstadt im bürgerlichen Rahmen auf. Bereits mit 14 Jahren hat er das Bedürfnis, aus dieser engen, langweiligen Welt auszubrechen. Mit Haschisch, LSD, Kokain stillt er seinen Erfahrungshunger nach Revolte und Anderssein. Ihn fasziniert die fremde Welt des Rausches: Drogen, Sex und Punkmusik intensivieren sein Lebensgefühl.

Böckem ist achtzehn und ein sehr guter Schüler, als er die Droge Heroin entdeckt und sich den ersten Druck setzt. Die Droge versetzt ihm einen Kick, der ihm scheinbar die Angst vor dem Leben und dem Erwachsenwerden nimmt. Mit 19 Jahren bringt ihn 3 Tage vor dem mündlichen Abitur seine Heroin-sucht ins Gefängnis. Bis 2001 führt er ein Leben, zerfressen von Versagensangst, Scham, Selbsthass und der ständigen Gier nach Drogen. Seitdem lebt er drogenfrei.

In seinen Büchern „Lass mich die Nacht überleben“ und „Danach war alles anders“/ Suchtgeschichten erzählt Böckem offen von (eigenen und fremden) Rauschzuständen, Kontrollverlust, Todesangst , Gefängniszellen, Therapien und Entzugsschmerzen, von Verzückung, Hoffnung und Verzweiflung, Liebe und Sucht, Hass und Versöhnung, Karriere und Koma, Abstinenz und Absturz……….

2004 verabschiedet sich Böckem von seinem erstaunlichen Doppelleben , tritt mit seinem Buch „Lass mich die Nacht überleben“ namentlich aus seiner Anonymität heraus und outet sich, das Risiko des beruflichen Selbstmordes in Kauf nehmend.

Die Sucht beherrscht das Leben vieler Menschen in unserer Gesellschaft, in unserem Landkreis, Menschen aller sozialer Schichten und jeden Alters. Die Zunahme jugendlicher Alkohol- und Drogensucht ist aktuell ein häufiges Thema in der Presse und der Öffentlichkeit.

Diese Veranstaltung richtete sich an Jugendliche, deren Eltern und LehrerInnen, an Betroffene und deren Angehörige, an Interessierte, an professionelle HelferInnen und gesetzliche BetreuerInnen etc.

Literaturverzeichnis

pdf-Datei zum Download

Ihre Suche

Momentan online

Aktuell sind 28 Gäste und keine Mitglieder online